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Richtig lüften, richtig storen: So holen Sie das Beste aus der Heizsaison

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Richtig lüften, richtig storen: So holen Sie das Beste aus der Heizsaison – Beitrag im Blog von BZArchitekten

Das Wichtigste in Kürze

Lüften Sie 3 bis 4 Mal täglich für wenige Minuten per Stosslüftung und nutzen Sie Ihre Storen aktiv als Wärmeschutz: Tagsüber bei Sonne hochziehen und ab der Dämmerung für die Isolierung schliessen.

  • Stosslüften für 5 bis 10 Minuten statt Fenster in Kippstellung dauerhaft offen lassen
  • Tagsüber Storen hoch für passive Wärmegewinne, bei Dämmerung zum Wärmeerhalt schliessen
  • Relative Luftfeuchte zwischen 30 und 50 Prozent halten um Schimmelbildung zu vermeiden
  • Heizkörper durch Möbel oder Vorhänge nicht zustellen für effiziente Wärmeverteilung

Effizientes Lüften und Storen

Die Kombination aus kurzen, gezielten Lüftungsintervallen und einer vorausschauenden Steuerung Ihrer Storen ist der Schlüssel zu einem gesunden Raumklima und niedrigen Heizkosten. Durch die richtige Abstimmung verhindern Sie Feuchtigkeitsschäden, optimieren die passive Wärmenutzung durch Sonneneinstrahlung und vermeiden unnötige Wärmeverluste in der kalten Jahreszeit.

Warum kurzes Stosslüften effizienter ist als Dauerkippen

Viele Hausbesitzer neigen dazu, Fenster während der Heizsaison dauerhaft in Kippstellung zu belassen. Dies ist jedoch kontraproduktiv, da die Raumluft nur sehr langsam ausgetauscht wird, während gleichzeitig die Bauteile im Bereich der Fensterlaibungen kontinuierlich auskühlen. Diese kalten Flächen begünstigen bei auftreffender warmer Innenluft die Kondensatbildung, was langfristig das Risiko für Schimmelbildung erhöht. Stattdessen ist das Stosslüften die Methode der Wahl. Öffnen Sie die Fenster bei Stosslüftung für 5 bis 10 Minuten vollständig. Wenn Sie eine Querlüftung durch das Öffnen gegenüberliegender Fenster oder Türen ermöglichen, reichen bereits 2 bis 5 Minuten aus, um die Luft komplett auszutauschen, ohne dass Wände und Möbel massiv an Energie verlieren.

Der optimale Tagesrhythmus beim Lüften

Ein konsequentes Lüftungsregime hilft dabei, Feuchtigkeitsspitzen im Alltag abzufangen. Empfehlenswert sind 3 bis 4 Lüftungsintervalle über den Tag verteilt. Ideale Zeitpunkte sind:

  • Direkt nach dem Aufstehen, um die in der Nacht angestaute Feuchtigkeit abzuführen.
  • Nach dem Kochen oder Duschen, um entstandene Wasserdampfmengen sofort zu entfernen.
  • Vor dem Schlafengehen, um für ein angenehmes Schlafklima zu sorgen.

Feuchte und CO2 als Kontrollwerte

Ein gesundes Raumklima definiert sich über zwei zentrale Faktoren: die Luftfeuchtigkeit und den CO2-Gehalt. Eine relative Luftfeuchte zwischen 30 und 50 Prozent gilt als ideal. Übersteigt der Wert dauerhaft 60 Prozent, steigt die Gefahr von Kondenswasserbildung an kalten Aussenwandflächen erheblich. Der CO2-Gehalt sollte in Wohnräumen möglichst unter 1000 bis 1400 ppm gehalten werden, um Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen zu vermeiden. Achten Sie bei Neubauten besonders in den ersten Monaten auf eine erhöhte Lüftungsfrequenz, da Restbaufeuchte aus dem Mauerwerk und den Putzschichten entweichen muss. Öffnen Sie hierfür auch konsequent die Innentüren, um den Feuchtigkeitstransport zu unterstützen.

Storenmanagement: Die passive Heizung nutzen

Die Steuerung Ihrer Storen im Winter sollte dem Sonnenstand folgen. Tagsüber gilt: Storen hoch. Nutzen Sie die kurzzeitige Sonneneinstrahlung, um Ihre Wohnräume kostenlos zu erwärmen. Erst wenn die Sonne blendet oder die Raumtemperatur die Schwelle von 24 Grad überschreitet, sollten Sie die Storen teilweise schliessen. Sobald die Dämmerung einsetzt, sollten die Storen konsequent geschlossen werden. Ein aussenliegender Store bildet ein zusätzliches isolierendes Luftpolster vor dem Glas, welches den nächtlichen Wärmeverlust durch das Fenster deutlich stärker reduziert als innenliegende Vorhänge.

Heizen und Wohnkomfort

Die Art der Einrichtung beeinflusst die Heizleistung direkt. Heizkörper benötigen freie Luftzirkulation, um den Raum gleichmässig zu erwärmen. Achten Sie darauf, dass Möbel, schwere Vorhänge oder Wäscheständer die Heizkörper nicht verdecken. In Wohnräumen ist eine Temperatur von 20 bis 21 Grad meist ausreichend. In ungenutzten Räumen wie Gäste- oder Abstellzimmern genügen 16 Grad. Eine Absenkung der Temperatur in der Nacht oder während längerer Abwesenheit spart Energie, jedoch sollte die Raumtemperatur zum Schutz der Bausubstanz nicht unter 16 Grad sinken. Falls Sie eine automatische Lüftungsanlage besitzen, lassen Sie diese durchgehend eingeschaltet, reinigen Sie die Filter regelmässig und sehen Sie manuelle Fensterlüftung lediglich als Ergänzung vor.

Fazit

Richtiges Lüften und das gezielte Einsetzen der Storen sind einfache, aber effektive Massnahmen, um Ihre Wohnqualität zu steigern und Energie zu sparen. Lüften Sie kurz und intensiv statt über Kippfenster und nutzen Sie die Sonnenwärme tagsüber konsequent aus. Achten Sie auf eine moderate Luftfeuchtigkeit und stellen Sie sicher, dass Ihre Heizkörper stets frei abstrahlen können. Mit dieser Kombination aus Aufmerksamkeit und Disziplin bewahren Sie Ihre Bausubstanz und senken gleichzeitig Ihren Energieverbrauch.

Die Inhalte dieses Beitrags dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Vorschriften und Anforderungen können je nach Kanton und Projekt variieren und sich ändern. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde oder eine qualifizierte Fachperson.